ahnbauten B
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Gensingen-Horrweiler

Güterhalle für den Stückgutverkehr

Die separate Güterhalle in Gensingen-Horrweiler wurde wahrscheinlich mit dem Bau der „strategischen Bahn um 1910 nördlich des Stationsgebäudes in Fachwerk mit Backsteinfüllung mit einem auskragenden Satteldach errichtet. Erst später wurde das Gebäude verputzt.   Die Güterhalle verfügte über jeweils eine Seitenrampe sowie eine sehr lange befestigte Kopframpe. Über die Türen an der Giebelseite konnte die Fracht von der Kopframpe in oder aus dem Güterboden verschoben werden. Jede Gebäudeseite hatte drei im Bogenstil gefertigte Tore. Auf beiden Gebäudeseiten gibt es vier vergitterte, rechteckige Fenster, die den Zugang zum Gebäude während der Abwesenheit des Güterpersonals absichern sollen.
Der Güterschuppen gehört fast immer zu den ältesten Bahnhochbauten in einem Bahnhof. Er steht nicht im Vordergrund und man findet ihn manchmal erst, wenn man gezielt nach ihm sucht. Oft befindet er sich auch gegenüber dem Stationsgebäude. War der Güterschuppen erst gebaut, blieb er oft unverändert. Im besten Fall verlängerte man ihn. An seinen Längsseiten hatte er mindestens eine Seitenrampe und häufig an der Giebelseite eine Kopframpe.
Der Bahnhof Gensingen-Horrweiler wurde am 1. November 1870 von der Hessische Ludwigsbahn zwischen Worms und Bingen (Rhein) eröffnet. Er liegt an einem Teilabschnitt der „Rheinhessenbahn“. Die Güterhalle wurde wahrscheinlich beim Bau der „strategischen Bahn“ um 1910 fertiggestellt.
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