ahnbauten B
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Heppenheim (Bergstr)

Güterschuppen für den Stückgutverkehr

Der aus Sandstein errichtete Güterschuppen in Heppenheim (Bergstr) ist gegen Ende 1847 in einer kleinen Ausführung entstanden. Er wurde mit Eröffnung der Niebelungenbahn am 1. April 1903 verlängert. Das Gebäude lag auf der Ortsseite neben dem Stationsgebäude und verfügte über jeweils eine Seiten- und eine Kopframpe. Der Güterschuppen hatte ein beidseitig auskragendes Dach, das beim Umladen vor Wettereinflüssen schützte. Besonders auffällig sind die vielen Holzstützen, die zum Ableiten der Kräfte durch das überstehende Dach dienten. Der ursprüngliche Teil der Güterhalle lag mit etwas Abstand neben dem Empfangsgebäude. Man kann den alten Gebäudeteil im Bild unten an der Schiebetür zwischen Tür und Fenster erkennen. Das Gebäude wird heute von verschiedenen Gewerbebetrieben genutzt.
Der Güterschuppen gehört fast immer zu den ältesten Bahnhochbauten in einem Bahnhof. Er steht nicht im Vordergrund und man findet ihn manchmal erst, wenn man gezielt nach ihm sucht. Oft befindet er sich auch gegenüber dem Stationsgebäude. War der Güterschuppen erst gebaut, blieb er oft unverändert. Im besten Fall verlängerte man ihn. An seinen Längsseiten hatte er mindestens eine Seitenrampe und häufig an der Giebelseite eine Kopframpe.
Der Bahnhof Heppenheim (Bergstr) wurde am 22. Juli 1846 von den Hessische Staatseisenbahnen zwischen Frankfurt (Main) und Heidelberg eröffnet. Der Güterschuppen wurde um 1847 fertiggestellt.
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